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Neue Folk- und Weltmusikalben für den Herbst

Dies ist eine Zusammenfassung der neusten und spannendendsten Folk- und Weltmusikalben, die man nicht verpassen sollte.

Dies ist eine Zusammenfassung der neusten und spannendendsten Folk- und Weltmusikalben, die man nicht verpassen sollte. Die Szene ist so vielseitig wie immer, mit Soundscapes, die von traditionellen Sámiklängen zu Beatboxing und minimalistischen Klaviermelodien reichen. Auch LiebhaberInnen der Klänge von Kantele und Jouhikko kommen auf ihre Kosten, da beide Instrumente in unserer Liste prominent vertreten sind.

Okra Playground: Turmio (Nordic Notes)

„Das ist eine der aufregensten neuen Bands aus Finnland der letzten Zeit,“ sagt Fiona Talkington in der Novemberausgabe des Songline-Magazines, und bewertet die Band mit 5/5. Okra Playground besteht aus fünf jungen, aber sehr erfahrenen finnischen MusikerInnen, und die Musik der Band wird mit traditionellen Instrumenten wie Kantele, Jouhikko und Akkordeon sowie modernen Instrumenten wie Keyboard und Electronics erschaffen. Unseren ausführlichen Okra Playground-Artikel kann man hier lesen. 



Ánnámáret Ensemble: Gollehelmmot (Tuupa Records)  

Anna Näkkäläjärvi-Länsman repräsentiert eine neue Generation von Sámi-MusikerInnen. Ihr Ensemble besteht aus Johanna Juhola, Ilkka Heinonen, Sami Kurppa und Janne Lappalainen. Auf dem zweiten Album verbindet die Gruppe traditionellen Sámigesang mit akkustischer Folkmusik und Einflüssen wie melodischem Pop und klassischer Musik.



Sampo Lassila Narinkka: In Strange Lands (Narinkaattori Records)

Auf ´In Strange Lands‘, produziert und kompniert von Leiter Sampo Lassila, geht der Stil des Trios, der sich zwischen Neokletzmer und Nordic Blues bewegt, weiter und tiefer. Das Instrumentenarsenal aus Kontrabass, Viola Pomposa und Akkordeon wird mit überraschenden finnischen Concrete Sounds wie z.B. einem Eierschneider, einer alten Milchkanne, einem rostigen Rechen, Nokia Gummistiefeln, einer Sitra und einer alten Lakritzschachtel ergänzt. 




Tuuletar: Tules Maas Vedes Taivaal (Bafe’s Factory)

Tuuletar bezeichnen ihren Stil selbst als „Vocal Folk Hop“, und sie verbinden urbane Rhythmen, Beatboxing und Folkmusiktraditionen. Ihr Album war für drei Monate in den World Music Charts Top 20, und im Dezember und November wird das Quartett die Songs von 'Tules Maas Vedes' auf Tour in Deutschland und Japan zum Besten geben.





Joonas Widenius Trio: Arktik Traktor Konspirazy (Rockadillo Records) 

Das Flamenco-Jazz-Trio meldet sich mit ihrem zweiten Album 'Arktik Traktor Konspirazy' zurück. Pianist Iiro Rantala und Jouhikkospieler Ilkka Heinonen sind besondere Gäste auf dem Album.



Karuna: Tuulispää (Kuu Records) 

Die Mitglieder des finnischen Folkmusiktrios Karuna sind Esko Järvelä (Nyckelharpa und Geige), Teija Niku (Akkordeon) und Juha Kujanpää (Klavier). Sowohl die Dynamik von Kammermusik als auch die Energie und der Rhythmus nordischer Folkmusik kommen auf dem zweiten Album 'Tuulispää‘ klar durch.



Outi Pulkkinen: Lemminkäinen (Jumi-Tuotanto) 

Das zweite Runo-Gesang-Album von Outi Pulkkinen trägt den Namen einer prominenten Figur in der finnischen Mythologie der Kalevala: Lemminkäinen. Das Album konzentriert sich auf Epen aus Viena-Karelien. Die meisten Lieder basieren auf traditionellen Melodien, aber es finden sich auch Pulkkinens eigene Kompositionen. Ihr Gesang wird von der Jouhikko begleitet.



Enkel: Pappilan hääyö (Kansanmusiikki-instituutti) 

Enkel ist eine energiegeladene Gruppe von in den 90er-Jahren geborenen Folkmusikerinnen, die auf ihrem Album 'Pappilan hääyö' (Hochzeitsnacht im Pfarrhaus) Jahrhundertalte Hitmelodien in die Welt von heute bringen.





Timo Alakotila & Piano (Åkerö Records)

Nach dem Timo Alakotila an über 200 Alben als künstlerischer Produzent, Musiker, Komponist oder Arrangeur mitgearbeitet und sich als einer der am gefragtesten Musiker Finnlands etabliert hat, hat er nun sein erstes Soloalbum veröffentlicht. Das Album besteht aus Klavierkompositionen, die er 2015 geschrieben hat.



Arja Kastinen: Emanuel (Temps) 

Das fünfte Soloalbum von Kantelespielerin Arja Kastinen wurde im Emanuel Vigeland Mausoleum mit seiner einzigartigen Akustik in Oslo in Norwegen aufgenommen. Das Album ist eine Reise in die komplexe Welt von Raumakkustik und Resonanz, und besteht aus fünf Songs, die alle vor Ort improvisiert wurden.




Ontrei: Ontrei (Nordic Notes) 

Das Duo Ontrei, bestehend aus Timo Väänänen und Rauno Nieminen, spielt verschiedene Arten altertümlicher Leiern – Jouhikkokantele oder Jouhikko (mit dem Bogen gestrichene Leier), Kantele (gezupfte finnische und karelische Leier), und Pyngyr (Westsibirische Leier). Das gleichnamige Debütalbum, welches erstmal 2014 erschienen ist, wurde 2016 von Nordic Notes in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu veröffentlicht.



Päre: Hausjärvi Beat (Zebo Records) 

'Hausjärvi Beat' ist nicht nur das Debütalbum von Päre, sondern auch das aufgenommene Debüt von finnischen Dudelsacks. Nachdem das Instrument für über 200 Jahre verschwunden war wurde es auf Initiative von Petri Prauda wiedererschaffen. Auf dem Album spielt Prauda Dudelsack zusammen mit anderen SpielerInnen seltener Instrumente wie  Tapani Varis (Maultrommel, Obertonflöte), Jarmo Romppanen (Mandola) und Piia Kleemola (Geige und Oktavenkeige), begleitet von Perkussionist Oskari Lehtonen.




Helsinki-Cotonou Ensemble: The Road is Long - Live at Savoy Theatre 

Das Helsinki-Cotonou Ensemble meldet sich mit ihrem ersten Live-Album zurück, welches an Silvester 2015 im Savoy-Theater in Helsinki aufgenommen wurde. Die finnisch-beninische Gruppe hat ihr letztes Studioalbum 'Fire, Sweat & Pastis' erst gerade in Nordamerika veröffentlicht, und ihre ersten Touren in Kanada und Deutschland gespielt.



Markku Lepistö Trio: New Voices (Rapusaari Records) 

Markku Lepistö ist einer der respektiertesten Akkordeonisten der finnischen Folkmusikszene. Auf seinem vierten Soloalbum finden sich seine eigenen Kompositionen, die mit den MusikerInnen Milla Viljamaa und Petri Hakala aufgenommen wurden. Lepistö hält ein Doktorat in Musik, und seine Doktorarbeit beschäftigt sich eingehend  mit der Geschichte des Akkordeon im Finnland des 19. Jahrhunderts. Auf seinem Album 'New Voices' spielt er ein einreihiges Akkordeon. „Dieses Instrument wurde als Orgel des armen Mannes angesehen. Ich würde gerne eine ganz neue Seite davon zeigen,“ sagt Lepistö.


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